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3. Februar 2026
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Ein neuer Meister im Verein
Es ist vollbracht. Fred Heyden hat am 12. Dezember 2025 in Darmstadt bei dem Shinson Hapkido Großmeister Ko Myong seine Prüfung zum vierten Dan erfolgreich abgelegt und trägt nun den Titel Sabonim. Sabonim bedeutet Meister.
Fred, du hast bereits drei Dan-Grade im Shinson Hapkido. Warum ist der vierte Dan so besonders? Oder anders gefragt: Was macht einen Shinson Hapkido Meister aus?
„Den vierten schwarzen Gürtel zu erreichen bedeutet, dass man eine lange Zeit trainiert und natürlich auch sich mit sich selbst und denen mit denen man trainiert, auseinandergesetzt hat. Ansonsten würde ich sagen, dass der Meister Grad ein Zeichen dafür ist, dass man etwas vielleicht intensiver studiert und trainiert hat als andere. Aber dieser Dan-Grad ist für alle anderen natürlich auch zu erreichen.“
Du bist weltweit der erste blinde Mensch, der diese Leistung im Shinson Hapkido vollbracht hat. Was bedeutet der Meistertitel für dich persönlich?
„Für mich ist der Meistertitel ein persönlicher Erfolg über den ich mich sehr freue. Aber es bleibt natürlich zu sagen, dass er stellvertretend auch dafür steht, was Menschen im Bereich Inklusion erreichen können, wenn sie denn entsprechend gefördert werden und die Möglichkeit bekommen, einfach auch mit „nicht behinderten Menschen“ zu trainieren. Ich denke, dass es für alle anderen mit einer Einschränkung egal welcher auch ein Zeichen ist, dass es immer weitergehen kann.“
Wie lange hast du dich auf die Prüfung vorbereitet? Und gab es dabei besondere Herausforderungen für dich?
„Man kann nicht sagen, dass es eine bestimmte Zeit dauert bis zum Meistergürtel. Die Zeit, die man braucht, kann sehr verschieden sein, unterschiedlich lang vor allem. Ich selber würde heute rückblickend sagen, ich bereite mich seit 35 Jahren vor und habe in der Zeit sehr viel über mich, über Körperbeherrschung und über das Umgehen mit anderen Menschen im Training oder auch im Alltag gelernt. Eine besondere Herausforderung für mich ist natürlich gewesen, wie ich mich auf der Matte und im Raum ohne sehen zu können, orientiere. Der sehende Mensch hat ja durchaus Punkte, die er mit den Augen fixieren kann. Das fällt beim Blinden aus. Also muss es dafür dann eine Lösung geben, sei es durch Orientierung an der Mattenlinie, also wo die Matten aufeinandertreffen, oder aber über das berühmte dritte Auge. Aber ich möchte jetzt keinen philosophischen Vortrag halten, auch wenn der vielleicht sehr interessant wäre.
Eine weitere Herausforderung ist natürlich der Umgang mit Waffen. Bei uns im Training werden lange, kurze und mittellange Stöcker, aber auch Messer und Schwerter eingesetzt, wobei das Schwert jetzt erst ab dem vierten schwarzen Gürtel dazu kommt. Aber gerade in dem Bereich nützt es dann nichts mehr eine Mattenlinie zu haben, um sich zu orientieren. Dann müssen andere Dinge vielleicht zum Tragen kommen. Körperbeherrschung, Atmung und Konzentration. Ich hoffe aber, dass ich noch viele Jahre trainiere, um all diese Dinge, die auf mich neu zu kommen, entdecken und auch diese meistern zu können. Natürlich möchte ich auch das, was ich nun entdecke, mit anderen Menschen also anderen Trainierenden teilen, damit es immer weitergehen kann.“
Ein beeindruckender Erfolg. Der TSV Wandsetal gratuliert von Herzen zu dieser herausragenden sportlichen und menschlichen Leistung.




